Unsere Paten Orang-Utans

Fans for Nature hat in den vergangenen Jahren verschiedene indonesische Auffangstationen und Tierrettungsprojekte unterstützt. Immer da wo Regierungsprogramme oder die großen bekannten Organisationen aufgrund Ihrer Größe und Struktur Lücken hinterließen, haben wir Soforthilfe geleistet.

Einen in einer Auffangstation lebenden Orang-Utan interessiert es nicht das er seine Medikamente oder Nahrungs- mittel nicht bekommt weil einfach die Erfordernisse der Bürokratie nicht gegeben sind. Die Unterstützer des Fans for Nature e.V. haben in den vergangenen Jahren durch Ihre Patenschaften immer wieder Versorgungslücken geschlossen durch die es den Primaten in den Auffangstationen schlecht ergangen wäre. Jede einzelne Patenschaft hat ein Orang-Utanleben gerettet.

Wir haben mit C.O.P. (Centre for Orangutan Protection) einen neuen Partner. Beim Besuch der C.O.P.-Reha-Station in Berau waren wir vom Konzept absolut überzeugt. In der Station arbeiten nur junge Menschen aus der Region. Mit Hardy dem Chef von C.O.P.  haben wir einen Orangutan-Schützer der „Ersten Stunde“ – wenn es um Tiere geht einen „Harten Hund“. Die Station ist in den Regenwald „eingebaut“; die Gebäude sind einfach aber funktionell.
Wir fühlen uns bei C.O.P. sehr gut aufgehoben, denn hier existiert keine große Verwaltung und die meist jungen Menschen im Projekt haben verstanden, wie wichtig unsere Arbeit ist.
Fans for Nature möchte besonders bei den Patenschaften die Spendengelder ohne Abzüge weiterleiten. Im März 2019 bringen wir EUR 4.800 Euro Patengelder ohne jeden Abzug direkt  ins Projekt.
Zur oft gestellten Frage nach der Verwendung der Patengelder: Es ist eigentlich sehr einfach, die Gelder werden in der Station dort verwendet, wo sie zum Wohl der Orang-Utans gebraucht werden.
Eine Patenschaft für einen Orang-Utan bedeutet aber auch, dafür Sorge zu tragen, Gebiete zu erhalten in denen Absolventen der Reha-Stationen wieder ausgewildert werden können. Das bedeutet für uns, wenn C.O.P. die Möglichkeit hat, ein Stück Regenwald oder eine Insel zu erwerben, werden wir immer versuchen, so gut wie möglich zu helfen.
Im Dezember 2018 haben wir EUR 5.000 für den Kauf einer Insel beigesteuert. Diese Insel soll als „Halfway House“ dienen und helfen, dort die Tiere auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten.

POPI

ca. 11 Monate, ein Mädchen

Beschlagnahmung : COP und die Polizei hatten einen Hinweis bekommen und fuhren in das Dorf Sempayau im Sangkuriland District / Ost Kutai . Direkt neben einer Palmölplantage wurde das Baby gefunden, die Mutter hatte es angeblich zurückgelassen (was niemals passieren würde!). Als Popi am 20 September 2016 auf die COP Station kam, war sie vielleicht acht Wochen alt, hatte noch keine Zähne und war nur am weinen. Popi kam zu einer menschlichen Ersatzmutter. Das kleine Mädchen wurde von der Ersatzmutter und zwei Tierärzten 24 Stunden betreut. Popi wächst heran und arbeitet mit allen Mitarbeitern der Station (nicht mehr nur mit ihrer Ersatzmutter) Popi geht in den Wald , lernt klettern und weint nicht mehr so viel. Popi muss nicht mehr in der Klinik schlafen!

FEMI

UPDATE: Femi wurde im Oktober 2018 erfolgreich in das Rehabilitationscenter SOCP im Norden Sumatras – ihrer Heimat – umgesiedelt.

Femi wurde 2016 nach einer langen Beobachtungsphase in Zusammenarbeit mit der nationalen Polizei gerettet. Femi war einer von fünf Orang-Utans die in den Gurung Leuser (Gegend auf Sumatra) eingefangen wurden. Die Tierhändler versuchten, diese Tiere zu verkaufen. Femi wurde kurz vor Übergabe an Ihren Käufer an der Busstation Rambutan in Jakarta von Jaan und der Polizei beschlagnahmt. Einer der Tierhändler wurde verhaftet. Zwei Tage später wurden die vier anderen Orang Babies in Medan Sumatra beschlagnahmt, wo es dem JAAN-Team auch gelang, den zweiten Tierhändler zu verhaften. Sie wurde nach Cikananga gebracht und dort zwei Jahre lang aufgepäppelt.

AMBON

ca. 27 Jahre , ein stattlicher Mann

Ambon kam im April 2015 in die COP Station, um eine zweite Chance zu erhalten. Er hat einen eigenen Charakter, er mag keinen Lärm. Ambon ist ein wahrer Riese. Die Mitarbeiter der Station können ihn direkt füttern, er ist nicht aggresiv, und bleibt immer ruhig. „Seine Geschichte ist so traurig“, sagt Reza Kurniawan der Manager der COP Station. Das Problem: Ambon ist vertraut mit Menschen, was es sehr schwierig macht, ihn jemals wieder auszuwildern. Ambon möchte einen echten Baum zum Raufklettern. Wird es möglich sein, Ihn in seiner verbleibenden Zeit aus dem Stahlkäfig zu befreien, den Käfig der ihn sein Leben lang hinderte, sich frei zu bewegen?

MEMO

ca. 16 Jahre, eine erwachsene Frau

Memo hat sich bei Menschen mit Hepatitis B angesteckt. Sie wird Ihr Leben in einem Käfig verbringen müssen. Sie wurde am 5. Januar 2011 in einer Holzkiste gefunden. Ihr Besitzer fuhr mit Ihr jeden Tag auf dem Motorrad durch die Stadt. Memos einziger Freund war ein anderer gefangener Makake. Am 10. März 2011 wurde Memo befreit und kam am 11. April 2011 in die COP Station. Memos trauriges Leben wird nur von den Mitarbeitern der Station verbessert, die ihr Futter und etwas Abwechslung bringen.

JACKO

ein inzwischen erwachsener Mann

Jacko wurde 2014 aus einer Privatvilla in Puncak/Bogor befreit. Er hauste in einem kleinen Käfig aus Bambus und Draht. Jacko konnte seine Umwelt nicht sehen und er lebte in seinen eigenen Ausscheidungen. Es war nicht möglich, den Käfig zu reinigen. Als Jacko bei seiner Rettung ruhig gestellt wurde, waren die Retter geschockt, sein eigentlich rötliches Haar bestand praktisch aus schwarzen Dreadlocks mit Unmengen an Parasiten. Jacko hat fürchterlich gestunken und war bis auf die Knochen abgemagert. Im ASTI Center auf Java wurde er gewaschen und versorgt. Hier lebt er noch heute. Mittlerweile ist er zu einem wunderschönen stattlichen Orang-Utan herangewachsen.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir die aktuellen Paten sich bitte bei uns zu melden unter:
info@fansfornature.org